„Holzbau gesund“

(online Tagung HSW mit Beteiligung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock / Hochschule Wismar)

Gesundheit und Wohlergehen zählt zu den wichtigen Zielen einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft weltweit[1]. Die Bautätigkeit beeinflusst die Rahmenbedingungen und Qualitäten unseres Lebensumfeldes stark. Auf der diesjährigen Norddeutschen Holzbautagung am 23. April 2021, die zum ersten Mal aufgrund der pandemiebedingten Einschränkungen online stattgefunden hat, wurde das Thema „Holzbau gesund“ beraten.

Der Werkstoff Holz als natürlicher und nachwachsender Rohstoff wird oft wegen seiner bauphysikalischen Eigenschaften mit einem angenehmen und „gesunden“ Raumklima verbunden. Die traditionellen handwerklichen Bearbeitungsprozesse zum Einsatz von Holz im Gebäude werden zunehmend durch digitale Fertigungen von der Planung bis zum Bau abgelöst. Auch der Betrieb des Gebäudes wird  zunehmend digital gesteuert und geregelt,  um im Inneren ein möglichst gesundes Raumklima zu erhalten, das sich den unterschiedlichen äußeren Rahmenbedingungen und inneren Anforderung optimal anpassen kann. Um maximal Ressourcen uns Energie einzusparen und so wenig wie möglich Emissionen und Müll während des ganzen Gebäudelebenszyklus zu erzeugen, werden spezielle Softwares und Simulationstools benötigt. Damit können Lebenszyklusauswirkungen und das Energieverhalten eines Gebäudes anhand verschiedenen Varianten verglichen und eine effiziente, an das Energiekonzept und auf  das Nutzerverhalten ausgerichtete Gebäudetechnik ausgewählt werden.

Nicht zu vergessen sind die gesundheitlichen Auswirkungen der Baustoffe. Diese werden im Vorfeld messtechnisch geprüft, und nach der Gebäudefertigstellung mittels digitaler Hilfsmittel zur Prüfung der Innenraumluftqualität erfasst. (z. B. Schadstoffmessung).

Die Norddeutschen Holzbautage zeigen die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen des Bauens mit Holz. Der Fokus wird nicht nur auf die besonderen gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten bei der Verwendung von Holz gelegt, sondern insbesondere auch auf die Aspekte der Bauökologie, des Klimaschutzes und der Energieeffizienz von Bauwerken. Die diesjährigen Referenten haben neben den sehr interessanten architektonischen und städtebaulichen Projektbeispielen aus Deutschland, Niederlanden und Norwegen hauptsächlich die Nachhaltigkeits- und Gesundheitsaspekte des Holzbaus angesprochen und damit eine spannende Diskussion auch über den Einsatz digitaler Hilfsmittel zur Qualitätssicherung, Steuerung und Regelung in allen Lebenszyklusphasen angeregt.

Das Team der Hochschule Wismar aus dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock war dieses Jahr wieder dabei. Die Fachtagungsinhalte sind eng verbunden mit dem Unterstützungsangebot des Projektes „Digitalisierung im Tourismus und Gesundheitstourismus in M-V“, besonders bei den Themen „Smart Hotel“ (Smarte Lösungen für den Hotelbetrieb) und „Digital House“ (digitale Planung von Gebäuden und Objekten aus Holz). Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock unterstützt Kleine und Mittlere Unternehmen gerne auf diesem Gebiet – bei Interesse freuen wir uns auf Ihre Anfragen.


[1]  70/1. Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung https://www.un.org/Depts/german/gv-70/band1/ar70001.pdf