Kleines Projekt im Technologie- und Forschungszentrum Wismar (TFZ)

CIM – Innovation und Technologie gGmbH und Institut für Polymer- und Produktionstechnologien e. V. (ipt²)

Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem CIM und dem ipt² zur Weiterentwicklung additiver Fertigungsverfahren wurde in der vergangenen Woche das Projekt im Bereich Polymer-Metal Hybrid mit großem Erfolg abgeschlossen. Ziel des Projektes war es, ein mit Metall hochgefülltes, hochschlagfestes Polystyrol (kurz: HIPS) mittels eines granulatbeschickten Extruders zu verarbeiten. Die Versuche wurden auf einer ExAM255 des Rostocker Herstellers AIM3D durchgeführt. Das in dieser Anlage realisierte Fused Granulate Modeling (FGM) kombiniert den bekannten Spritzguss mit der Verfahrenstechnik aus der additiven Fertigung.

Bei besagtem Verfahren wird ein Granulat, welches ein in Kunststoff gebundenes Metall aufweist, aufgeschmolzen und entsprechend der typischen Verfahren von FDM- und FFF-Druckern verarbeitet. Der Druckkopf verarbeitet hierbei das Granulat zu Schmelzefäden, welche auf das Baufeld aufgetragen werden. Im Unterschied zur Fused Filament Fabrication (FFF) kann beim FGM-Verfahren auf ein thermoplastisches Filament verzichtet werden.

Der mit Metall gefüllte, hochschlagfeste Kunststoff stammt aus einer Eigenentwicklung des ipt²s zur Entwicklung von Materialien für magnetische Anwendungen. Doch nur durch die Technik und die große Erfahrung im Hause des CIM konnte das Projekt zum Erfolg gebracht werden.

„Der Druck heute war unproblematisch. Etwas Feintuning ist noch nötig; grundsätzlich hat das Material jedoch gute Druck- und Haftungseigenschaften aufzuweisen.“, so Herr Böhme vom CIM.